KI Einheitsbrei im Marketing: Warum so viele Unternehmen darin landen (und wie du deine Marke davor schützt)

KI Einheitsbrei entsteht, wenn KI-Content ohne Markenfundament produziert wird: formal „okay“, aber generisch, austauschbar und ohne Wiedererkennung. Abhilfe schaffen Brand Voice, klare Messaging-Leitplanken und ein einfacher Qualitätsprozess.

So sieht KI Einheitsbrei aus: Eine Halle voller gleich aussehender Boxen und einem Menschen, der vor Langweile schläft.

KI ist überall – und genau deshalb wird es gefährlich

KI schreibt heute LinkedIn-Posts, Landingpages, Produkttexte, Newsletter und liefert Kampagnen-Ideen in Minuten. Im deutschen Mittelstand ist das Thema längst angekommen: Der „KI-Index Mittelstand“ (Salesforce/DMB) berichtet, dass 33,1 % der mittelständischen Unternehmen (bis 500 Mitarbeitende) bereits KI einsetzen.12

Und trotzdem sehen wir in Projekten immer häufiger ein paradoxes Ergebnis:

Mehr Content. Weniger Wirkung.
Weil vieles plötzlich gleich klingt. Gleich argumentiert. Gleich wirkt.

Willkommen im KI Einheitsbrei.

Das eigentliche Problem ist nicht KI. Es ist fehlende Marken-Klarheit.

Viele Teams starten mit KI nach dem Motto: „Wir brauchen mehr Output – KI macht das schneller.“

Stimmt. Aber KI ersetzt keine Positionierung. Sie ist ein Verstärker.

Wenn Tonalität, Nutzenargumente und Differenzierung nur „irgendwie“ existieren, produziert KI genau das – nur in größerer Menge.

Und das ist kein Randthema: Der Themenmonitor „KI im deutschen Mittelstand 2025“ zeigt, dass bei etwa 43 % bislang eine konkrete KI-Strategie fehlt.3 Das trifft Marketing besonders, weil hier schnell experimentiert wird – oft ohne Fundament.

Woran du KI Einheitsbrei erkennst (5 typische Symptome)

Wenn du eines oder mehrere davon kennst, bist du nicht allein:

  1. Alles klingt „nett“, aber nicht nach euch.
    Texte sind korrekt – aber austauschbar.
  2. Jeder Kanal hat einen anderen Ton.
    Website seriös, LinkedIn plötzlich flapsig, Newsletter geschniegelt.
  3. Gleiche Struktur wie bei allen anderen.
    Du liest den ersten Satz und weißt: „Schon hundertmal gesehen.“
  4. Mehr Content, aber keine bessere Conversion.
    Mehr Posts, mehr Seiten, mehr Mails – aber Leads bleiben gleich.
  5. Das Team diskutiert endlos über Details.
    Weil niemand klar sagen kann, was „markentypisch“ ist.

Dass dieses Risiko real ist, wird auch in der Fachpresse diskutiert: Wenn immer mehr Texte mit KI entstehen, droht schnell ein Flickenteppich generischer Beliebigkeit – KI Einheitsbrei. Und deshalb muss die Brand Voice auf die KI-Agenda.4

Warum KI ohne Brand Voice fast zwangsläufig generisch klingt

KI-Modelle sind extrem gut darin, wahrscheinliche Texte zu erzeugen. Und „wahrscheinlich“ bedeutet im Marketing oft: durchschnittlich.

Wenn du der KI keine Leitplanken gibst, landet sie bei Formulierungen, die überall passen – und genau deshalb nirgends wirken.

Das ist wie ein Praktikant, dem du sagst: „Mach mal einen Text über unser Produkt.“ Ohne Zielgruppe. Ohne Nutzenversprechen. Ohne Beispiele. Ohne No-Gos.

Das Ergebnis ist nicht „schlecht“. Es ist nur nicht du. Es ist KI Einheitsbrei.

Was Google (und deine Zielgruppe) mit Einheitsbrei macht

Ein sehr praktischer Grund, warum du das Thema ernst nehmen solltest: Google betont seit Jahren, dass Inhalte vor allem hilfreich und people-first sein sollen.6

Und Google sagt auch ziemlich klar: KI-Content ist nicht per se verboten – entscheidend sind Qualität, Nutzen und Absicht.7

Wenn du allerdings viele Seiten erzeugst, die primär „für Rankings“ in die Welt gestellt werden, kann das in Richtung Scaled Content Abuse gehen. Google beschreibt das als massenhaft unoriginellen Content ohne Mehrwert, egal wie er erstellt wurde.89

Kurz: KI ist nicht das Problem. Einheitsbrei in Masse ist das Problem.

Die Lösung heißt nicht „weniger KI“. Sondern: Markenfundament zuerst.

Wenn du willst, dass KI dir wirklich hilft, brauchst du eine Grundlage, auf die sie „aufsatteln“ kann.

Nenn es Markenfundament, Brand OS oder einfach „Leitplanken“: Hauptsache, es ist so klar, dass du daraus Texte, Angebote, Argumentationen und Kampagnen ableiten kannst, ohne jedes Mal bei Null zu starten.

7 Bausteine, die du dafür brauchst

  1. Positionierung in einem Satz
    Für wen? Wofür? Warum du?
  2. Kernproblem deiner Zielgruppe (wirklich konkret)
    Nicht „mehr Sichtbarkeit“, sondern der echte Schmerz.
  3. Nutzenversprechen & Beweise
    Was ändert sich messbar? Welche Cases, Daten, Referenzen?
  4. Brand Voice / Tonalitätsregeln
    Wörter, die du nutzt. Wörter, die du nie nutzt. Satzlängen. Haltung.
  5. Message-Hierarchie
    Was ist immer die Hauptbotschaft – und was nur unterstützend?
  6. Anwendungs-Templates
    Briefing-Format für Landingpages, Social Posts, Ads, Newsletter.
  7. Freigabe- und Qualitätslogik
    Wer prüft was? Nach welchen Kriterien?

Das ist kein „Branding aus der Schublade“. Das ist die Voraussetzung dafür, dass KI nicht irgendwas, sondern deine Marke skaliert.

Quick-Win: So briefst du KI, damit sie nicht generisch antwortet

Wenn du sofort etwas verbessern willst, starte mit diesem Mini-Framework (ohne Tool-Wechsel, ohne Riesenumstellung):

1) Rolle + Kontext
„Du bist unser Brand-Redakteur. Zielgruppe: Geschäftsführer im Mittelstand …“

2) Brand Voice in 6 Bulletpoints
„Klar. Direkt. Keine Floskeln. Kurze Sätze. Belege statt Behauptungen …“

3) Differenzierung
„Wir sind NICHT X. Wir sind Y, weil …“

4) Beweise
„Nutze diese 3 Referenzen/Fakten: …“

5) Output-Check
„Gib 3 Varianten aus und nenne pro Variante: Tonalität, Nutzenfokus, Risiko.“

Das ersetzt kein Markenfundament – aber es reduziert den Einheitsbrei sofort.

Warum das für den Mittelstand besonders wichtig ist

Der deutsche Mittelstand lebt von Vertrauen, Substanz und Klarheit.

Gleichzeitig wird generative KI in Unternehmen immer verbreiteter – und nicht immer gesteuert: Bitkom berichtet u. a., dass 26 % der Unternehmen Zugang zu generativer KI bereitstellen und weitere 17 % es planen; außerdem hat nur ein Teil bereits klare Regeln für den KI-Einsatz.5

Je mehr Teams KI nutzen, desto wichtiger wird ein gemeinsamer Nenner. Sonst entstehen fünf Tonalitäten, zehn Argumentationen – und eine Marke, die nach außen verschwimmt.

Fazit: KI macht Marketing schneller. Markenfundament macht es wirksam.

Wenn du gerade denkst: „Ja … wir produzieren mehr, aber es fühlt sich beliebig an.“ Dann ist das sehr wahrscheinlich kein Tool-Problem.

KI verstärkt, was da ist.
Wenn dein Markenfundament klar ist, wird KI zur Skalierungsmaschine.
Wenn es unklar ist, wird KI zur Einheitsbrei-Maschine. (Ein schöner Artikel zum Thema übrigens auch beim Handelsblatt.)

CTA-Box

Du willst KI nutzen – ohne KI Einheitsbrei?

Dann brauchst du zuerst ein Markenfundament, das KI (und deinem Team) klare Leitplanken gibt: Positionierung, Brand Voice, Messaging und Proof Points. Genau das setzen wir bei Superblau in einem kompakten Format auf – damit deine Inhalte wieder nach dir klingen und nicht nach „Internet-Durchschnitt“.

Wir bei Superblau können dir und deinem Team dabei helfen, KI so zu nutzen, dass sie euch wirklich nutzt – zum Beispiel mit dem Brand Foundation Sprint.

Kontaktiere mich für mehr Informationen.

FAQ

Warum klingt KI-Content oft austauschbar?

Weil KI ohne klare Marken-Inputs (Zielgruppe, Tonalität, Differenzierung, Beispiele) statistisch wahrscheinliche Formulierungen erzeugt – und die sind oft „Durchschnitt“.

Was ist der wichtigste Schritt gegen KI Einheitsbrei?

Ein definiertes Markenfundament: Positionierung, Zielgruppenproblem, Nutzenbeweise und Brand Voice Guidelines.

Ist KI-Content schlecht für Google?

Nicht automatisch. Entscheidend ist, ob Inhalte hilfreich sind und für Menschen gemacht wurden.67

Was ist „Scaled Content Abuse“?

Wenn viele Seiten primär erzeugt werden, um Rankings zu manipulieren, statt Nutzern zu helfen – unabhängig davon, ob KI oder andere Automatisierung genutzt wird.8

Quellen / Fußnoten

  1. Salesforce / DMB: „KI-Index Mittelstand“ (33,1 % nutzen KI)
    ↩︎
  2. Deutscher Mittelstands-Bund: KI-Index Mittelstand (Zusammenfassung & Einordnung)
    ↩︎
  3. bidt: Themenmonitor „KI im deutschen Mittelstand 2025“ (u. a. ~43 % ohne konkrete KI-Strategie)
    ↩︎
  4. absatzwirtschaft: „Brand Voice first: Damit KI wie die Marke klingt“
    ↩︎
  5. Bitkom: „Beschäftigte nutzen vermehrt Schatten-KI“ (GenAI-Zugang 26 % bereitgestellt, 17 % geplant; Regeln)
    ↩︎
  6. Google Search Central: Helpful Content Update (people-first content)
    ↩︎
  7. Google Search Central: Guidance about AI-generated content
    ↩︎
  8. Google Search Central: Spam Policies (u. a. „Scaled content abuse“)
    ↩︎
  9. Google Search Central: Using generative AI content (Best Practices & Compliance)
    ↩︎

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